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Das Ende der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrente
 
18.05.2012 - 12:34 
 
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Das Ende der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrente

Wissenswert

Am 16.11.2000 war es soweit: Ohne großes TamTam wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente vom Bundestag zu Grabe getragen. Die Trauer der meisten Anwesenden hielt sich in Grenzen. Zum einen, weil das gewollte Ableben von langer Hand geplant war und zum anderen, weil das soziale System so finanziell entlastet wird. Und Geld trocknet bekanntlich so manche Träne.

Kernpunkt dieser Reform der Invaliditätsrenten ist der Wegfall der finanziellen Absicherung bei Berufsunfähigkeit für unter 40-jährige. Denn das Gesetz schafft die Aufteilung der Invaliditätsrenten in Berufs- und Erwerbsunfähigkeitrenten ab. Statt dessen gibt es künftig ein zweistufiges Erwerbsminderungsrenten-System, das abhängig vom noch vorhandenen Leistungsvermögen des Versicherten und von der Lage am Arbeitsmarkt ist.

Im Klartext: Nicht mehr der Mensch steht im Mittelpunkt, sondern was er als Faktor X wert ist.

  1. Die volle Erwerbsminderungsrente erhält, wer nur noch weniger als drei Stunden am Tag arbeitet.

  2. Die halbe Erwerbsminderungsrente wird bei einer Leistungsfähigkeit zwischen drei und sechs Stunden bezahlt. Der Schutz des Berufes fällt hier aber völlig weg. Unabhängig von Ausbildung und Status muss jede denkbare Tätigkeit angenommen werden.


Ein Beispiel, wie sich die Änderung auswirkt:

Ein 35-jähriger wird berufsunfähig, nachdem er 16 Jahre ununterbrochen in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat. Er hat also immer den Durchschnittsbeitrag geleistet. Das heißt, er hat auch für den beinhalteten gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz gezahlt. Nach dem 01.01.2001 fällt für ihn nicht nur dieser Schutz weg, sondern die Reform wirkt so, als wäre der 35-jährige nie gegen Berufsunfähigkeit versichert gewesen. Er beginnt also bei Null.
Um das wertvollste Gut, nämlich die eigene Arbeitskraft komplett abzusichern, muss sich jeder Beruftätige nun selbst versichern.

Quelle: finanzscout24.de
 




Googled: 14.04.2012 4:54

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