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Arzneimittelausgaben: Schon jetzt 1,4 Milliarden Euro EinsparungenBerlin (ots) - In jedem der ersten sechs
Monate des Jahres lagen die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen
Krankenkassen niedriger als im Vorjahr. Insgesamt wurden die
Krankenkassen so bei den Arzneimittelausgaben durch die verschiedenen
pharmapolitischen Maßnahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes um 1,4
Milliarden Euro entlastet. An dieser Einsparung waren die Patienten
durch die Änderung bei der Zuzahlung sowie die Ausgrenzung vieler
rezeptfreier Arzneimittel mit rund einem Drittel beteiligt. Die beiden
anderen Drittel ergeben sich durch die Maßnahmen der Gesundheitsreform
auf der Hersteller-, Großhandels- und Apothekenstufe.
Am
geringsten ist der Ausgabenrückgang jeweils zum Ende des Quartals, also
im März und im Juni, gewesen. Der Grund dafür ist der sogenannte
"Praxisgebühreneffekt", der dadurch entsteht, dass vor allem chronisch
kranke Patienten gegen Ende des Quartals noch einmal zum Arzt gehen, um
im Folgequartal die Praxisgebühr einzusparen.
Während die
Ausgaben im Januar um 29,88 Prozent und im Februar um 18,08 Prozent
sanken, betrug der Rückgang im März nur 1,60 Prozent. Im April hingegen
lagen die Arzneimittelausgaben 12,31 Prozent niedriger als im
Vorjahresmonat, im Mai 16,04 Prozent. Im Juni schwächte sich der
Ausgabenrückgang wiederum ab und lag bei einem Ausgabevolumen von
insgesamt 1,718 Milliarden Euro 1,65% unter dem Wert von Juni 2003.
Quelle
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